Jatropha Curcas

Jatropha, in Thai als Sabu-dum bekannt, ist ein winterhartes Gewächs mit über 170 sukkulenten Pflanzen, Bäumen und Büschen, die weltweit wachsen. Dazu gehört auch die Art Jatropha Curcas. Jatropha Curcas ist aufgrund einer Mehrzahl von Gründen die ideale Wahl als Bio-Energiepflanze. Dazu zählen hohe Wachstumsraten, eine natürliche Resistenz gegen Schädlinge und Krankheiten sowie Ölerträge, die durchschnittlich 30 – 35 % Öl pro Samen betragen.
 
Gerade weil sich Jatropha in kargen Gebieten, minderwertigen, sandigen und felsigen Böden anpflanzen lässt, trägt die Pflanze dazu bei, die Produktivität und das Einkommen der Farmer zu erhöhen, ohne die Lebensmittelherstellung oder Lebensmittelpreise negativ zu beeinflussen. Neben diesen und weiteren Gründen befindet Goldman Sachs die Jatropha Pflanze als eine der „besten Kandidaten für die zukünftige Biokraftstoffproduktion“.
 
Aufgrund der giftigen Eigenschaften der Samen ist Jatropha Curcas kein Nahrungsmittel und kann exklusiv für die Herstellung von ungenießbaren Produkten genutzt werden, einschließlich Biodiesel und qualitativ hochwertigem Düngemittel. Aus Jatropha hergestellter Biodiesel ist bekannt als Jatropha-Methylester und birgt nicht das Risiko von Preisfluktuationen- basierend auf den Marktkonditionen für Nahrungsmittel- da Jatropha Nebenprodukte nicht als Grundstoffe für Lebensmittel verwandt werden können. Dies schließt Jatropha Curcas ebenso von der “Nahrung für Arme oder Treibstoff für Reiche” – Diskussion aus und seine Verwendung in der Biodiesel-Produktion beeinflusst nicht die Lebenserhaltungskosten der lokalen Bevölkerung, wie es beispielsweise bei Palmöl der Fall ist.
 
Die Kultivierung von Jatropha kann als Maßnahme zur wirtschaftlichen Ermächtigung, sozialem Aufstieg und Armutsbekämpfung innerhalb der ländlichen Gemeinden angepriesen werden, insbesondere in den tropischen und subtropischen Ländern mit unterentwickelten oder sich entwickelnden Ökonomien.
 
Die Pflanze kann relativ einfach sogar auf marginalem Land angebaut werden (sie benötigt nur 300mm/m² jährlich an Regen) und trotzt Bodenerosion und Desertifikation durch Abholzung. Gleichzeitig die ländlichen Einkommen durch großflächige kommerzielle Plantagen, Kleinbauernhöfe oder Contract Farming in den vorgelagerten Sub-Sektoren steigern. Letztendlich liefert Jatropha Curcas Grundstoffe für agrarbasierte Industrien wie z.B. Seifenherstellung, organische Düngemittel-Produktion aus Presskuchen; der Großteil  steht für die Produktion von Biodiesel als Ersatz für Mineralöl zur Verfügung.